Allgemeine Infos zur MPU

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung kurz MPU ist die offizielle Bezeichnung für den als umgangssprachlich bekannten “Idiotentest”. Die MPU dient als Prognose über die zukünftige Unfallgefährdung des entsprechenden Autofahrers und hilft bei der Entscheidung über Entzug oder Neuerteilung des Führerscheins. Für ein positives Gutachten müssen Verhaltens und Einstellungsänderung der Probanden vorliegen. Interessant für Teilnehmer der MPU ist das Negative Gutachten der Führerscheinstelle nicht vorgelegt werden müssen. Ob jemand zum Fahren geeignet ist, wird anhand seiner körperlichen Eignung, geistigen Eignung und Persönlichkeitsmerkmalen festgestellt. 2006 wurde für 0,2% aller Führerscheinbesitzer eine MPU angeordnet. In über der Hälfte aller Fälle ist Alkohol am Steuer die Ursache für die Anordnung einer MPU.

Gründe für die Veranlassung einer MPU, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

Alkohol – wiederholter unter Einfluss gefahren oder einmalig mit 1,6 oder mehr Promille gefahren (dies gilt auch für Fahrradfahrer)

Drogen – unter Drogeneinfluss am Steuer oder es liegen der Führerscheinstelle Informationen vor das der Kraftfahrer generell gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen hat.

Verkehrsrechtliche Auffälligkeiten – 18 oder mehr Punkte in Flensburg oder ein besonders schwerwiegendes Vergehen. Strafrechtliche Auffälligkeiten – begangene Straftaten eines Kraftfahrers außerhalb des Straßenverkehrs lassen darauf schließen, dass die besagte Person impulsiv, aggressiv und unbedacht handelt und es ihr schwer fällt dieses Verhalten zu kontrollieren.  Weitere Anlässe einer Untersuchung können z.B. die Erteilung des Führerscheins ab 16 Jahren sein, oder aber körperliche oder geistige Behinderung. Die Durchführung des Tests dauert in etwa 3-4 Stunden. Der Inhalt kann variieren und besteht in der Regel aus drei Teilen:  ärztliche Untersuchung, psychologisches Gespräch und einer Testdiagnostik. Kosten belaufen sich vielfach über 500 Euro, hinzukommen vorbereitende Gespräche mit Verkehrspsychologen. Bei der Bundesanstalt für Straßenwesen finden sie Informationen über Institutionen in denen sie eine MPU durchführen können.

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