Nachdem heuer in einigen Regionen die ersten Schneeflocken schon gefallen sind, sollte man sich bereits jetzt um die richtige Winterbereifung für sein Auto kümmern. Vor allem Experten raten zu einem rechtzeitigen Reifenwechsel, da schon bei Temperaturen von 7 °C die spezielle Gummimischung von Winterreifen eine bessere Haftung auf der Straße garantiert.
Verwendet man Winterreifen vom Vorjahr, sollte vorerst überprüft werden, ob die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 4 mm noch erreicht wird und der Reifen sich auch sonst in einem einwandfreien Zustand befindet. Dies kann anhand der an der Reifenwand angebrachten DOT-Nummer überprüft werden. Sie kennzeichnet das Herstellungsdatum des Reifens. Die Bauwoche und das Baujahr werden vierstellig angezeigt. 1906 bedeutet beispielsweise, dass der Reifen in der 19. Woche des Jahre 2006 hergestellt wurde. Winterreifen sollten nach 6 Jahren ersetzt werden, da das Material mit der Zeit aushärtet und somit der erforderliche Grip nicht mehr gewährleistet werden kann.
Winterreifen werden für niedrige Temperaturen entwickelt und sorgen mit ihrer besonderen Gummimischung für Halt auf eisigen Straßen. Das spezielle Profil sorgt auf nassen Straß für eine bessere Straßenhaftung, da das Wasser besser abgeleitet wird.
Um einen Winterreifen als solchen zu erkennen, muss man auf die Symbole achten, die am Reifen seitlich angebracht sind. Die meisten Winterreifen sind mit der Abkürzung M&S oder M+S gekennzeichnet, die für “Matsch und Schnee” steht. Manche haben auch ein “Schneeflockensymbol”, das darauf hinweist, dass spezielle Tests durchgeführt wurden und der Reifen somit noch besseren Schutz bietet.
Nach der aktuellen Rechtslage sind Neuerungen im Gange was die Winterreifenpflicht in Deutschland betrifft. Bisher waren die Autofahrer verpflichtet, ihr Auto mit der geeigneten Bereifung und einer den Wetterverhältnissen angepassten Ausrüstung auszustatten. Nun haben sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern in ihrer Herbstkonferenz für eine konkrete Winterreifenpflicht in der StVO geeinigt, die Anfang November vom Bundesrat beschlossen werden soll.