Gelotologie studieren

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Das Wechselspiel zwischen Körper und Psyche wirkt auf den ersten Blick sehr komplex. Sind wir depressiv, dann sieht man uns das an. Die schlechte Stimmung drückt auf unseren Körper. Wir lassen die Schultern und den Kopf hängen und machen einen betrübten Gesichtsausdruck. Alle Bewegungen wirken träge und müde und insgesamt wirkt man, als würde man eine Kette mit einem Stein am Fußgelenk tragen. Diese Richtung der Wirkung kennen wir. Geht es uns psychisch schlecht, dann sieht man uns das an. Allerdings gibt es dieses Zusammenspiel auch in die andere Richtung. Eine Tatsache, die sich die Gelotologie, die Wissenschaft, von der Wirkung des Lachens, zunutze macht. Eine Wissenschaft, die sehr jung ist und die man aktuell auf keiner Hochschule lernen kann. Trotzdem macht es unbedingt Sinn Gelotologie studieren und umsetzen zu wollen. Schließlich kann man mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzielen.

Placebo und Nocebo

Placebo ist ein Begriff mit dem jeder Mensch etwas anfangen kann. Ein Placebo kennt man in erster Linie aus den Zulassungsverfahren und den Studien rund um Arneimittel und andere Wirkstoffe. Während einer Gruppe der Wirkstoff verabreicht wird, bekommt die Kontrollgruppe etwas, das genauso aussieht, genauso schmeckt, aber keinerlei Wirkstoff enthält. Der Menschenverstand sagt uns, dass es wenig Sinn macht, eine wirkungslose Tablette, oder einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen. Derselbe Menschenverstand reagiert aber darauf. Versuche zeigen eindeutig, dass es einen Placeboeffekt gibt. Sagt man einer Versuchsperson, dass man ihre Hand mit einer Salbe behandelt, die vor großer Hitze schützt, dann liegt die Schmerztoleranz gegenüber Hitze tatsächlich messbar höher, als bei einer Vergleichsgruppe. Das klappt aber auch in die andere Richtung. Während Placebo einen positiven Effekt auslöst kann man Menschen mit einem Nocebo negativ beeinflussen. Sagt man der Versuchsperson, dass dieselbe Salbe brennen auf der Haut auslöst, dann wird das ein Brennen auslösen.

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Kinder lachen etwa zwanzigmal häufiger, als Erwachsene

Gelotologie

In dieselbe Kerbe schlägt die Gelotologie. Die Wissenschaft wurde 1964 von einem Psychiater an der Universität Stanford begründet. Die Gelotologie beschäftigt sich mit der Auswirkung des Lachens auf den Menschen. Wer glücklich ist und wenig Sorgen hat, der lacht viel. Kleinkinder, die mit dem sprichwörtlichen Ernst des Lebens noch kaum Berührungspunkte haben und ungezwungen in den Tag leben können, lachen deutlich mehr, als wir Erwachsene. Mehr als 20mal so häufig, wie ein Erwachsener, lacht ein Kleinkind im Laufe des Tages. Sieht man sich die positiven Auswirkungen des Lachens an, dann ist man versucht die Geschäftskleidung gegen abzulegen und ein Karnevalkostüm zu tragen. Tatsächlich hat Lachen eine heilende und gesundheitsfördernde Wirkung auf uns.

Henne und Ei

Das Erstaunliche am Lachen ist die Wirkung, die es auf uns haben kann. Dass uns Glück und Freude zum Lachen bringt ist bekannt. Dass und Lachen glücklich macht und Freude bringt, ist für viele Menschen eine Überraschung. Das Problem bei der Anwendung der Gelotologie ist die Umsetzung. Lachen kann beispielsweise bei Schmerzen helfen. Dummerweise ist uns, wenn wir Schmerzen haben, absolut nicht zum Lachen. Hier muss man komplett umdenken und über den eigenen Schatten springen. Das Lachen selbst kann für den Anfang schon ausreichen, man muss es garnicht ernst meinen. Zwar gibt es durchaus einen Unterschied zwischen einem ehrlichen und echten Lachen, aber schon ein gezwungenes Lachen kann viel bewegen.

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Wer glücklich ist, der lacht viel. Es gilt aber auch, dass man glücklich ist, wenn man viel lacht

Lachen lernen

Gelotologie studieren kann man heute noch nicht, aber Lachen kann man auch heute schon lernen. Dazu braucht man nicht einmal eine Hochschule. Es reicht ein wenig Zeit und ausreichend Platz. Vergleichbar mit dem Jonglieren muss ein Lachen erst gelernt werden. Erschwerend kommen Umstände wie schlechte Laune, oder Schmerzen hinzu. So, wie es beim Jonglieren eine gute Idee ist, zuerst nur Jongliertücher und keine Bälle einzusetzen, so kann man auch beim Lachen klein anfangen. Von einem Lächeln bis zu einem breiten Grinsen kann man sicher aus dem Stegreif umsetzen. Vergleichbar mit dem Jongliertuch, das sich langsamer bewegt, als der Ball, kann man mit dem Lächeln die Grundlagen der Gelotologie erlernen und festigen. Danach wechselt man zum Lachen, wie beim Jonglieren zu den Bällen und schließlich zu den Keulen.

Übung macht den Meister

Sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Beschließt man, Nähen zu lernen, dann ist es das Beste, sich eine Nähmaschine zuzulegen. Stoffe besorgt man sich bei einem Händler wie Organza und schon kann man starten. Anfangs wird man mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden sein, aber mit der Zeit kann man auch aufwändigere Stücke herstellen und gelangt als Hobby-Schneider langsam zur Perfektion. Auch mit dem Lächeln und dem Lachen ist es nicht anders. Selbst, oder gerade weil wenn man absolut keine Lust hat, zu lachen, ist es sinnvoll sich mit der Gelotologie auseinanderzusetzen. Dabei ist die Praxis, bzw. die Übung das Wichtigste.

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Ein ehrliches Lachen geht auch mit Lachfalten um die Augen einher

Unmittelbare Wirkung

Gelotologie studieren ist zwar aktuell nicht möglich, aber die Anwendung, also das Nützen der Erkenntnisse der jungen Wissenschaft ist möglich, seit es Menschen gibt. Dabei lässt sich die Wirkung tatsächlich unmittelbar erzielen. Wer sich einmal darauf einlässt, der kann diese Erfahrung ohne viel Aufwand jederzeit machen. Dazu muss man lediglich Lächeln, oder besser noch Lachen. Es reicht aus, ganz leise zu lachen, oder auch nur zu lächeln. Wer es versuchen möchte, der kann beim Lächeln, oder Lachen einmal ganz genau auf seinen Körper achten. Ein Lächeln hat große Wirkungen. Man spürt es in der Bauchgegend, der Körper richtet sich unwillkürlich auf und es wirkt, als ob man eine Last von unseren Schultern nimmt.

Lachen als Therapie

Lachen wird auch als Therapie angeboten. Man lernt dabei laut und mit viel Körpereinsatz zu lachen. Eine Methode, die das im letzten Absatz beschriebene Lächeln noch intensiviert. Das tolle an der Methode, laut zu lachen ist es, dass man dabei auch ganz automatisch früher, oder später lachen muss. Aus einem absichtlichen Lachen entsteht also das echte ehrliche Lachen. Tatsächlich sehen wir also plötzlich einen Grund zu lachen, was kurz vorher noch nicht der Fall war. Der Grund ist dabei nebensächlich, denn auch wenn wir uns einfach nur lächerlich vorkommen, wie wir so tun, als ob wir lachen, ist genauso ein guter Grund, wie jeder andere. Lachen hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper. Es hebt die Laune, stärkt das Imunsystem und regt unseren Kreislauf an.

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Lachen macht sympathisch

Gelotologie studieren

Es muss nicht immer ein Studium sein, aber die Methoden der Gelotologie und die Auswirkungen auf den Körper kann man in zahlreichen Büchern nachlesen. Auch Kurse rund um das Thema werden angeboten. Fakt ist, dass eine positive Lebenseinstellung auf jeden Fall zu einem gesünderen und glücklicheren Leben führt. Ein Ziel, das wir alle verfolgen sollten. Statt sich also den halben Tag mit negativen Botschaften selbst zu bearbeiten und sich ständig das eigene Leid zu klagen, kann man beginnen zu lachen. Lacht man eine Weile grundlos, dann finden sich immer mehr echte Gründe zu lachen. Der erste Schritt in die Anwendung der Gelotologie scheint schwierig. Wer es aber einmal geschafft hat die geistige Abwärtsspirale zu verlassen und zu lachen, der wird bald spüren, dass es auch in aussichtslosen Situationen hilft, positiv und offen zu bleiben. So findet sich immer ein Weg.

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