Google Inbox wird aufgelassen

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Google hat sich lange den Luxus von zwei alternativen Mailclients geleistet. Neben dem, etwas in die Jahre gekommenen, GMail gab es bis jetzt auch einen modernen und mit cleveren Funktionen vollgepackten alternativen Client. Unter dem Namen Google Inbox konnte man viele innovative Funktionen nützen. Jetzt lässt Google Inbox fallen. Die Entwickler arbeiten ab jetzt an GMail mit und sollen dort neuen Schwung in die Applikation bringen.

Feldversuch

Google gibt an, dass Google Inbox eine Art Spielwiese war. Ein Teil der Applikationslandschaft, der die neuen Funktionen im Mail bereitstellt und sie durch eine breite Öffentlichkeit testen lässt. Ursprünglich sah es allerdings so aus, als ob Inbox die Nase vorne behalten würde. Die Philosophie, dass Mails wie Aufgaben behandelt werden ist überzeugend. Schließlich geht es genau um das. Jemand informiert uns, oder fordert eine Information, oder Reaktion an. Ein E-Mail hat so gesehen mehr als zwei Zustände. Gelesen und ungelesen ist zu wenig. Nach dem Lesen gibt es noch einen ganzen Workflow, den die E-Mail-Applikation im besten Fall abgedeckt.

Aus im März

Mit März 2019 stellt Google Inbox offiziell ein. Die User müssen bis dahin zu Gmail umziehen. Damit der Umzug nicht zu schwer fällt hat Gmail bereits im April 2018 ein Update erhalten. Mail bekommen ein Ablaufdatum und Google versucht wichtige E-Mails nach oben zu reihen. Eine Funktion, die das volle Postfach übersichtlicher macht. Auch Mails, die man verschickt hat, zu denen es aber noch keine Antwort gibt, werden vorgezogen. Gute Ideen, die Google auch ganz gut umgesetzt hat.

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Google Gmail – Seit 2004 auf dem Vormarsch

Fehlende Features

Einige Besonderheiten von Google Inbox werden aber vorerst komplett verschwinden, wenn der Dienst eingestellt wird. So ist Inbox in der Lage ähnliche, bzw. zusammengehörige E-Mails zu erkennen. Eine Funktion, die die Übersichtlichkeit im Posteingang dramatisch erhöht und es einfacher macht, sich über eine Diskussion mit mehreren Personen einen Überblick zu verschaffen. Es bleibt zu hoffen, dass auch diese schlauen Funktionen aus Inbox mit der Zeit in Gmail nachgebaut werden.

Gmail

Gmail betreibt Google bereits seit 2004. In diesen 14 Jahren hat sich viel getan und der Dienst mittlerweile 1 Milliarde User gewinnen können. Als kostenloses Service, oder in der Bezahlversion stellt Gmail einen verlässlichen und potenten E-Mail-Dienst dar. Kein Wunder, steckt doch der größte Technologiekonzern der Welt hinder dem Dienst. Vergangenen Sommer machte Gmail Schlagzeilen mit der Praxis, dass unabhängige App-Hersteller umfassenden Zugriff auf E-Mail-Postfächer erhalten haben. Google bestätigte diese Praxis und verwies darauf, dass sie einerseits die Hersteller umfassend prüfen und nur zulassen, wenn sie strenge Kriterien erfüllen. Andererseits muss der Anwender jeder App entsprechenden Zugriff gewähren. Google empfiehlt dazu, die entsprechenden Texte aufmerksamsam zu lesen, bevor man seine Einwilligung gibt.

Platz 2

Gmail ist nach der IPhone-Mail-App der am zweitmeisten genutzte E-Mail-Client weltweit. Rund 25 der User vertrauen auf das Mailsystem aus dem Hause Google. Mit einem solchen Marktanteil ist klar, dass man an den Kernfunktionen keine leichtfertigen Änderungen vornimmt. Die Entscheidung einen eigenen Mailclient parallel zu entwickeln, neue Wege zu gehen und die verschiedenen Funktionen durch einen kleinen Userkreis testen zu lassen, ist durchaus nachvollziehbar. Schade ist es trotzdem, dass Inbox uns in wenigen Monaten für immer verlassen wird.

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