Das Balkonkraftwerk

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Die Energiewende steht vor der Türe. In vielen deutschen Haushalten steht sie direkt vor der Balkontüre. Ein Balkonkraftwerk liegt im Trend und bringt dem Besitzer ein gutes Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun. Ob sich so ein Kraftwerk aber überhaupt lohnt und was das genau ist, wollen wir uns heute einmal genauer ansehen.

Photovoltaik

Die Photovoltaik, oder Sonnenenergie ist eine Technik, die bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts existiert. Solarzellen wandeln die Sonnenenergie in elektrischen Strom um. Ein Verfahren, das kleine Stromverbraucher, wie etwa Taschenrechner seit ewigen Zeiten erfolgreich antreibt. Heute ist die Effizienz der Solarzellen deutlich besser und es ist sogar möglich leichte Fahrzeuge komplett mit Solarzellen anzutreiben. Photovoltaikanlagen zieren manches Dach und sorgen dafür, dass auf jeder Freifläche Strom erzeugt werden kann.

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Auch kleine Solarzellen können gute Erträge bringen

Balkonkraftwerk

Das Balkonkraftwerk arbeitet mit einer Solarzelle. Die Idee dahinter ist denkbar einfach. Wer keine Dachfläche und keinen Garten zur Verfügung hat, der kann trotzdem die Sonnenenergie nutzen. Die Sonne scheint auf den Balkon, wo das Balkonkraftwerk, eine Solarzelle mit entsprechender Halterung, befestigt wird. Tagsüber erzeugt die Solarzelle Strom und das Balkonkraftwerk liefert Energie.

Strom einspeisen

Der Strom, der aus dem Balkonkraftwerk kommt wird zuerst über einen Wechselrichter zu Wechselstrom umgeformt. Anschließend erfolgt die Einspeisung ins Stromnetz denkbar einfach. Hinter dem Wechselrichter ist einfach ein normaler Stecker montiert, der in die nächstgelegene Steckdose gesteckt wird. Bei guter Sonneneinstrahlung liefert das Solarkraftwerk am Balkon 600 Watt, die über die Steckdose im Haushalt verbraucht werden können.

Kühlschrank & Co.

Stromverbraucher gibt es im Haushalt eigentlich immer. Der Kühlschrank, Geräte auf Stanby, oder das Handyladegerät verbrauchen Strom und sorgen dafür, dass der Strom vom Balkonkraftwerk nicht zurück zum E-Werk läuft. Es ist bei der relativ geringen Leistung auch nicht unbedingt zu erwarten, dass ein Überschuss entsteht. Trotzdem kann es passieren, dass der Stromzähler rückwärts läuft, wenn ein Überschuss entsteht. Damit das nicht passiert muss der Stromanbieter entsprechend informiert werden und gegebenenfalls den Stromzähler mit einer sogenannten Rücklaufsperre ausstatten.

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Der Stromzähler kann auch rückwärts laufen

Rechtliche Lage

Allerdings ist aktuell die rechtliche Lage in Deutschland schwierig. Theoretisch darf man das Balkonkraftwerk also garnicht betreiben. Allerdings hindert das viele Menschen nicht, trotzdem eine solche Anlage zu installieren Solange der Zähler nicht ständig rückwärts läuft ist nicht zu erwarten, dass es dem Stromanbieter auffällt. Dass der Betrieb ohne Probleme möglich kann man in Österreich sehen. Ein Balkonkraftwerk ist, vorausgesetzt der Stromzähler wurde entsprechend vorbereitet ist im Nachbarland erlaubt.

Kosten Nutzen

Allerdings darf man sich von einem Balkonkraftwerk nicht erwarten, dass man im großen Stil Strom und damit Geld spart. 600 Watt, die so ein Modul im besten Fall liefern kann, erreicht man nur dann, wenn die Solarzellen in der Vollsonne hängen. Das ist auch südseitig nur für wenige Stunden pro Tag der Fall. Wer einen Balkon in den unteren Stockwerken hat, hat zusätzlich noch etwas Schatten und bei tiefstehender Sonne im Winterhalbjahr selten ausreichend Sonnenausbeute. Trotzdem kann man mit dem Balkonkraftwerk Strom erzeugen und Geld sparen. Die Investition rechnet sich allerdings erst nach vielen Jahren. Selbst Strom mit Sonnenenergie zu erzeugen ist allerdings ein Beitrag zum Umweltschutz, denn jede kW-Stunde, die man mit Sonnenergie erzeugt, ist ein aktiver Beitrag und verkleinert den persönlichen CO²-Fußabdruck.

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